Arbeitszeitrechner: Arbeitszeit mit Pausen berechnen

Tägliche und wöchentliche Arbeitszeit berechnen – mit gesetzlicher Mindestpause, Überstunden und Feierabend-Rechner. Kostenlos und ohne Anmeldung.

MoMontag 8:30
DiDienstag 8:30
MiMittwoch 8:00 Pause auf 0:30 h angehoben (§ 4 ArbZG)
DoDonnerstag 9:15
FrFreitag 6:00

Schnell tippen: 730 wird zu 07:30, Pause 30 zu 0:30. Leere Tage werden nicht mitgezählt. Endet eine Schicht nach Mitternacht, wird automatisch über Mitternacht gerechnet.

Verdienst berechnen (optional)

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 2026 in Deutschland 13,90 € brutto pro Stunde.

Arbeitszeit diese Woche

40:15h

Dezimal
40,25 h
Soll-Arbeitszeit
40:00 h
Überstunden
+0:15 h
Arbeitstage
5
Ø pro Arbeitstag
8:03 h
Pausen gesamt
2:15 h
Pro Monat (× 4,33)
174:25 h

5 Arbeitstage ergeben 40:15 Stunden (40,25 Dezimalstunden). Das sind 0:15 Stunden mehr als die Soll-Arbeitszeit von 40:00 Stunden.

Kurz erklärt: So berechnen Sie Ihre Arbeitszeit

Arbeitszeit = Arbeitsende − Arbeitsbeginn − Pausen. Pausen zählen nach dem Arbeitszeitgesetz nicht zur Arbeitszeit. Beispiel: Von 08:00 bis 16:30 Uhr mit 30 Minuten Pause arbeiten Sie 8:00 Stunden.

Wer mehr als 6 Stunden arbeitet, muss mindestens 30 Minuten Pause machen, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Der Arbeitszeitrechner berücksichtigt diese Mindestpausen automatisch.

So funktioniert der Arbeitszeitrechner

Der Arbeitszeitrechner hat drei Bereiche. Alle Ergebnisse erscheinen sofort beim Tippen, in Stunden und Minuten sowie als Dezimalzahl.

Woche: Arbeitszeit von Montag bis Sonntag

  1. Tragen Sie für jeden Arbeitstag Beginn, Ende und die Pause ein. Schnell geht es mit 730 für 07:30 und 30 für 30 Minuten Pause.
  2. Leere Tage werden nicht mitgezählt. Samstag und Sonntag blenden Sie bei Bedarf ein.
  3. Unter Soll-Arbeitszeit geben Sie Ihre vertragliche Wochenarbeitszeit ein, zum Beispiel 40 oder 38:30. Der Rechner zeigt dann Ihre Überstunden oder Minusstunden.
  4. Zusätzlich sehen Sie die Arbeitstage, den Durchschnitt pro Tag, die Pausen und die hochgerechnete Arbeitszeit pro Monat.

Ein Tag: tägliche Arbeitszeit berechnen

Für einen einzelnen Tag geben Sie Beginn, Ende und die Summe Ihrer Pausen ein. Der Rechner zeigt Anwesenheit, Pause und Arbeitszeit getrennt an und warnt, wenn die Pause zu kurz ist oder mehr als 10 Stunden gearbeitet wurden.

Feierabend: Wann darf ich gehen?

Im Bereich „Feierabend“ geben Sie Ihren Arbeitsbeginn und die geplante Arbeitszeit ein. Lassen Sie das Feld Pause leer, rechnet der Rechner die gesetzliche Mindestpause ein. Beispiel: Beginn 07:30 Uhr, 8 Stunden Arbeitszeit und 30 Minuten Pause ergeben Feierabend um 16:00 Uhr. Zusätzlich sehen Sie, wann spätestens 10 Stunden Arbeitszeit erreicht sind: in diesem Beispiel um 18:15 Uhr.

Mit „Link teilen“ erhalten Sie eine Adresse, die den Rechner mit Ihren Werten öffnet. Ihre Wochenübersicht können Sie drucken oder als Stundenzettel für Excel (CSV) speichern.

Arbeitszeit berechnen: Anwesenheit minus Pausen

Nach § 2 Arbeitszeitgesetz ist Arbeitszeit „die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen“. Man unterscheidet deshalb:

  • Anwesenheitszeit (auch Bruttoarbeitszeit): die gesamte Zeit von Arbeitsbeginn bis Arbeitsende.
  • Arbeitszeit (auch Nettoarbeitszeit): die Anwesenheitszeit abzüglich aller Pausen. Sie ist maßgeblich für Überstunden, Lohn und die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes.

Beispiel: Sie arbeiten von 07:30 bis 16:00 Uhr. Die Anwesenheit beträgt 8:30 Stunden. Abzüglich 30 Minuten Pause bleiben 8:00 Stunden Arbeitszeit, als Dezimalzahl 8,00.

Pausen nach § 4 ArbZG: So viel Pause ist Pflicht

Wie lange die Pause mindestens dauern muss, hängt von der täglichen Arbeitszeit ab. § 4 Arbeitszeitgesetz schreibt vor:

Arbeitszeit pro TagMindestpause
bis 6 Stundenkeine Pause vorgeschrieben
mehr als 6 bis 9 Stunden30 Minuten
mehr als 9 Stunden45 Minuten
Mindestpausen nach § 4 Arbeitszeitgesetz.
  • Die Pause darf in Abschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Kürzere Unterbrechungen zählen nicht als Ruhepause.
  • Länger als 6 Stunden hintereinander darf niemand ohne Ruhepause beschäftigt werden.
  • Die Pausen müssen im Voraus feststehen, zum Beispiel durch einen festen Zeitrahmen.
Pausen nach dem Arbeitszeitgesetz: bis 6 Stunden Arbeitszeit keine Pause, mehr als 6 bis 9 Stunden mindestens 30 Minuten, mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten Pause
Mindestpausen nach § 4 ArbZG, Pausenblöcke von mindestens 15 Minuten, Höchstarbeitszeit nach § 3 und Ruhezeit nach § 5 ArbZG.

Wie der Rechner die Mindestpause berechnet

Entscheidend ist die Arbeitszeit ohne Pausen. Ist die eingetragene Pause zu kurz, hebt der Rechner sie auf das gesetzliche Minimum an und zeigt einen Hinweis. Zwei Beispiele:

  • 6:20 Stunden Anwesenheit ohne Pause: Schon 20 Minuten Pause genügen, denn dann beträgt die Arbeitszeit genau 6 Stunden. Die 30-Minuten-Pflicht gilt erst bei mehr als 6 Stunden.
  • 9:45 Stunden Anwesenheit mit 30 Minuten Pause: Die Arbeitszeit läge bei 9:15 Stunden, also über 9 Stunden. Deshalb sind 45 Minuten Pause nötig, und die Arbeitszeit beträgt 9:00 Stunden.

Möchten Sie nur die tatsächlich gemachte Pause abziehen, schalten Sie „Gesetzliche Mindestpause berücksichtigen“ aus. Der Rechner weist dann auf zu kurze Pausen hin, ohne das Ergebnis zu verändern.

Höchstarbeitszeit und Ruhezeit

Nach § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Der Arbeitszeitrechner warnt, sobald an einem Tag mehr als 10 Stunden Arbeitszeit eingetragen sind.

Zwischen zwei Arbeitstagen ist nach § 5 ArbZG eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden vorgeschrieben. In einigen Bereichen, etwa in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, der Gastronomie, Verkehrsbetrieben und der Landwirtschaft, darf sie um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn das an anderer Stelle ausgeglichen wird. Ein Beispiel für eine zu kurze Ruhezeit: Spätschicht am Montag bis 22:30 Uhr, Frühschicht am Dienstag ab 06:00 Uhr. Dazwischen liegen nur 7:30 Stunden. Auch darauf weist der Rechner in der Wochenansicht hin.

Wochenarbeitszeit und Überstunden berechnen

Die Wochenarbeitszeit ist die Summe der täglichen Arbeitszeiten. Ziehen Sie davon Ihre vertragliche Soll-Arbeitszeit ab, erhalten Sie die Überstunden (positives Ergebnis) oder Minusstunden (negatives Ergebnis). So sieht die Beispielwoche im Rechner aus:

TagBeginn – EndePauseArbeitszeit
Montag07:30 – 16:300:30 h8:30 h
Dienstag08:00 – 17:000:30 h8:30 h
Mittwoch07:30 – 16:000:30 h (eingetragen 0:20)8:00 h
Donnerstag08:00 – 18:000:45 h9:15 h
Freitag08:00 – 14:006:00 h
Summe2:15 h40:15 h
Beispielwoche: 40:15 Stunden Arbeitszeit bei 40 Stunden Soll ergeben 0:15 Überstunden.

Am Mittwoch reichen die eingetragenen 20 Minuten Pause nicht, weil die Arbeitszeit sonst 8:10 Stunden betragen würde. Der Rechner setzt deshalb 30 Minuten an. Am Freitag ist keine Pause nötig, weil die Arbeitszeit genau 6 Stunden beträgt. Ob und wie Überstunden bezahlt oder ausgeglichen werden, regeln Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag.

Monatliche Arbeitszeit: Wochenstunden in Monatsstunden umrechnen

Ein Jahr hat 52 Wochen und 12 Monate, ein Monat also durchschnittlich 52 ÷ 12 = 4,33 Wochen. Deshalb gilt: Monatsstunden = Wochenstunden × 13 ÷ 3 (das entspricht × 4,33). Umgekehrt teilen Sie die Monatsstunden durch 4,33, um die Wochenstunden zu erhalten.

WochenstundenMonatsstunden (h:mm)Monatsstunden (dezimal)
20 h86:40 h86,67
25 h108:20 h108,33
30 h130:00 h130,00
35 h151:40 h151,67
38 h164:40 h164,67
38,5 h166:50 h166,83
39 h169:00 h169,00
40 h173:20 h173,33
Durchschnittliche Arbeitsstunden pro Monat (Wochenstunden × 13 ÷ 3).

Die tatsächlichen Arbeitsstunden eines bestimmten Monats weichen davon ab, weil Monate unterschiedlich viele Arbeitstage und Feiertage haben. Für Lohnabrechnungen mit festem Monatsgehalt wird meist dieser Durchschnittswert verwendet.

Arbeitszeit in Dezimalstunden

Zeiterfassungen und Lohnabrechnungen rechnen oft mit Dezimalstunden. Teilen Sie dazu die Minuten durch 60: 40 Stunden und 15 Minuten sind 40 + 15 ÷ 60 = 40,25 Stunden. Der Arbeitszeitrechner zeigt jedes Ergebnis automatisch auch als Dezimalzahl. Einzelne Zeiten und Summen rechnen Sie mit dem Stundenrechner um, dort finden Sie auch eine Umrechnungstabelle.

Nachtschicht und Arbeit über Mitternacht

Liegt das Arbeitsende vor dem Beginn, rechnet der Arbeitszeitrechner automatisch über Mitternacht. Beispiel: Schicht von 22:00 bis 06:30 Uhr mit 30 Minuten Pause ergibt 8:00 Stunden Arbeitszeit. Nachtzeit ist nach § 2 ArbZG die Zeit von 23 bis 6 Uhr, in Bäckereien und Konditoreien von 22 bis 5 Uhr. Als Nachtarbeit gilt jede Arbeit, die mehr als zwei Stunden der Nachtzeit umfasst.

Stundenzettel und Arbeitszeiterfassung

Mit „Stundenzettel (CSV)“ speichern Sie Ihre Wochenübersicht mit Beginn, Ende, Pause und Arbeitszeit für jeden Tag, inklusive Summe und Überstunden. Die Datei lässt sich direkt in Excel oder LibreOffice öffnen. Über „Drucken“ erhalten Sie eine übersichtliche Druckversion.

Seit einem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 (Az. 1 ABR 22/21) sind Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, ein System zur Erfassung der Arbeitszeit ihrer Beschäftigten einzuführen. Der Arbeitszeitrechner hilft beim Nachrechnen und Kontrollieren, ersetzt aber keine betriebliche Zeiterfassung.

Häufige Fehler beim Berechnen der Arbeitszeit

  • Anwesenheit mit Arbeitszeit verwechseln: Pausen gehören nicht zur Arbeitszeit.
  • Zu kurze Pausen eintragen: Bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit sind 30 Minuten Pflicht, bei mehr als 9 Stunden 45 Minuten.
  • Minuten wie Dezimalzahlen addieren: 8:30 + 8:45 ergibt 17:15 Stunden, nicht 16,75.
  • Nachtschichten falsch rechnen: Endet die Schicht nach Mitternacht, kommen 24 Stunden zum Ende hinzu.
  • Monatsstunden mit 4 Wochen rechnen: Ein Monat hat im Durchschnitt 4,33 Wochen.

Häufige Fragen zum Arbeitszeitrechner

Wie berechne ich meine Arbeitszeit?

Ziehen Sie den Arbeitsbeginn vom Arbeitsende ab und anschließend alle Pausen. Von 08:00 bis 16:30 Uhr mit 30 Minuten Pause ergibt das 8:00 Stunden Arbeitszeit.

Wie viel Pause steht mir bei 8 Stunden Arbeit zu?

Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 bis zu 9 Stunden sind nach § 4 Arbeitszeitgesetz mindestens 30 Minuten Pause vorgeschrieben. Die Pause darf in Blöcke von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.

Zählt die Pause zur Arbeitszeit?

Nein. Nach § 2 Arbeitszeitgesetz ist Arbeitszeit die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen. Eine Ausnahme gilt im Bergbau unter Tage.

Wie viele Stunden darf ich am Tag arbeiten?

Grundsätzlich 8 Stunden pro Werktag. Bis zu 10 Stunden sind erlaubt, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG).

Wie berechne ich meine Überstunden?

Ziehen Sie Ihre vertragliche Soll-Arbeitszeit von der tatsächlichen Arbeitszeit ab. 40:15 Stunden Arbeitszeit bei 40 Stunden Soll ergeben 0:15 Überstunden. Ein negatives Ergebnis sind Minusstunden.

Wie viele Arbeitsstunden hat ein Monat bei 40 Stunden pro Woche?

Im Durchschnitt 173,33 Stunden (173:20 Stunden). Sie rechnen 40 × 13 ÷ 3, weil ein Monat durchschnittlich 4,33 Wochen hat.

Wann habe ich Feierabend, wenn ich 8 Stunden arbeite?

Addieren Sie zur Anfangszeit 8 Stunden Arbeitszeit und 30 Minuten Pflichtpause. Wer um 07:30 Uhr beginnt, hat um 16:00 Uhr Feierabend.

Wie lange muss die Ruhezeit zwischen zwei Schichten sein?

Nach § 5 Arbeitszeitgesetz mindestens 11 Stunden ohne Unterbrechung. In einigen Bereichen wie Krankenhäusern, Gastronomie oder Verkehrsbetrieben darf sie um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn das ausgeglichen wird.

Wie berechne ich die Arbeitszeit bei einer Nachtschicht?

Endet die Schicht nach Mitternacht, rechnen Sie 24 Stunden zum Ende hinzu. 22:00 bis 06:30 Uhr sind 8:30 Stunden Anwesenheit, abzüglich 30 Minuten Pause bleiben 8:00 Stunden Arbeitszeit.